Vermietete Denkmalimmobilie
8 × 9 % + 4 × 7 %
Begünstigte und behördlich bescheinigte Sanierungskosten können über zwölf Jahre abgeschrieben werden — in Summe bis zu 100 Prozent der begünstigten Aufwendungen.
Was in Portalen steht und was notariell beurkundet wird, sind in Zollstock zwei verschiedene Zahlen. Für einen Angebotspreis ist die zweite die wichtigere.
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Andere Objektart wählenDer Unterschied zwischen der niedrigsten und der höchsten Angabe beträgt 1.332 € je Quadratmeter — bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung sind das über hunderttausend Euro. Beide Portale sind seriös, und trotzdem stimmt keines mit dem anderen überein.
Der Grund steckt in der Datenbasis. Immobilienportale werten Angebotspreise aus — also das, was Verkäufer aufrufen. Was am Ende beurkundet wird, liegt regelmäßig darunter, weil verhandelt wird. Der Gutachterausschuss der Stadt Köln wertet dagegen notarielle Kaufverträge aus, in Zollstock zuletzt 114 Stück in einem Jahr. Das ist die einzige Zahl in der Reihe, die auf tatsächlich bezahlten Preisen beruht — und sie ist die niedrigste.
Dazu kommen unterschiedliche Zeiträume, unterschiedliche Zuschnitte des Stadtteils und die Frage, welche Objekte überhaupt in die Auswertung einfließen. Ein einzelner Onlinewert ist deshalb eine Orientierung, kein Preisschild.
Bei Häusern kehrt sich das Verhältnis um: Dort nennt ImmoScout24 den höheren Wert. Für Häuser weist der Gutachterausschuss in Zollstock keinen eigenen Quadratmeterpreis aus, weil zu wenige Verträge für eine belastbare Auswertung vorliegen — deshalb stehen dort nur zwei Quellen. Wir bilden aus den Werten bewusst keinen Mittelwert: Ein gemittelter Wunschwert wäre genauso wenig belastbar wie ein einzelner.
Eine Zahl erklärt den Zollstocker Markt besser als jeder Quadratmeterpreis: 338 neue Wohnungen in einem Jahr, bei einem Bestand von 14.132. Das sind 2,4 Prozent Zuwachs und der dritthöchste Wert aller zwanzig ausgewerteten Kölner Stadtteile. Zum Vergleich: In Sülz waren es 0,18 Prozent.
Für Verkäufer heißt das etwas Konkretes. Sie treten nicht nur gegen andere Bestandswohnungen an, sondern gegen Neubauprojekte mit Musterwohnung, Prospekt und Finanzierungsberatung im Verkaufsbüro. Dagegen anzukommen, gelingt nicht über den Preis, sondern über die Vorteile, die ein Neubau nicht hat: gewachsene Nachbarschaft, größere Zuschnitte für dasselbe Geld, keine Bauzeit, keine Baustelle nebenan.
Der zweite Punkt betrifft die Wohnungsgrößen. Mit durchschnittlich 64,6 m² je Wohnung liegt Zollstock deutlich unter dem Kölner Wert von 77,3 m², bei 58,3 Prozent Einpersonenhaushalten. Wer hier eine große Familienwohnung oder ein Haus verkauft, hat ein knappes Gut — und sollte es nicht wie Massenware anbieten.
Und drittens: Zollstock ist der bezahlbarere Kölner Süden. Der amtliche Kaufpreis liegt mit 4.368 € je m² auf Rang dreizehn von zwanzig, während Sülz drei Kilometer weiter bei 5.055 € steht. Für Käufer ist genau das das Argument — Süden, ohne Sülzer Preis.
Der Bodenrichtwert ist der amtliche Wert des Grundstücks je Quadratmeter. Für Zollstock weist der Gutachterausschuss sechs baureife Zonen aus — und zwischen der teuersten und der günstigsten liegt Faktor achteinhalb: 1.590 € an der Fischenicher Straße gegen 185 € im Gewerbegebiet Zollstock West. Wählen Sie Ihre Zone auf der Karte und rechnen Sie Ihre Grundstücksfläche gegen.
unter 1.000 €1.000–1.500 €1.500–2.500 €2.500–3.500 €über 3.500 €Bodenrichtwert je m² Grundstücksfläche
Tippen oder klicken Sie einen Punkt an, um zu erfahren, was er für den Immobilienmarkt in Zollstock bedeutet.
—rechnerischer Bodenwert
Wichtig: Das ist der Wert des Bodens, nicht der Ihrer Immobilie. Bei einer Eigentumswohnung entfällt davon nur der Miteigentumsanteil auf Sie; bei einem Haus kommt der Gebäudewert hinzu. Die belastbare Zahl entsteht bei der Besichtigung.
In Zollstock wurden 2025 insgesamt 338 Wohnungen fertiggestellt. Das ist Rang 3 unter allen 87 Kölner Stadtteilen, hinter Marienburg (568) und der Innenstadt (410). Gleichzeitig steht der Stadtteil bei der Wohnungsgröße auf Rang 77: 64,6 Quadratmeter im Durchschnitt gegen 77,3 in Köln insgesamt.
Stadt Köln, Statistischer Datenkatalog, Stand 2025. Ränge aus allen 87 Stadtteilen berechnet.
Beide Zahlen zusammen ergeben eine klare Ausgangslage für Eigentümer. Der Neubau in Zollstock bedient überwiegend kleine Haushalte — Ein- und Zweizimmerwohnungen für Singles und Paare. Wer eine größere Bestandswohnung mit drei oder vier Zimmern verkauft, konkurriert deshalb kaum mit diesen 338 Einheiten: Die Käufergruppe ist eine andere.
Umgekehrt gilt es genauso. Wer eine kleine Wohnung in Zollstock verkauft, steht in direkter Konkurrenz zu Neubau mit Erstbezug, aktuellem Energiestandard und oft Aufzug. Dort entscheidet der Zustand: Eine gepflegte, modernisierte Zweizimmerwohnung hat gute Argumente, eine unrenovierte muss über den Preis gehen. Diese Unterscheidung sollte vor dem ersten Inserat feststehen — sie bestimmt sowohl die Preisstrategie als auch, welche Käufer überhaupt angesprochen werden.
Der Bebauungsplan für die Parkstadt Süd umfasst rund 46 Hektar in den Stadtteilen Zollstock, Raderberg, Bayenthal und Neustadt-Süd. Insgesamt geht es um ein Planungsgebiet von etwa 115 Hektar mit rund 3.400 geplanten Wohneinheiten für etwa 7.700 Menschen — und über 30 Hektar Zuwachs für den Inneren Grüngürtel.
Für Zollstocker Eigentümer ist dabei der Verfahrensstand wichtiger als die Gesamtzahlen: Der Aufstellungsbeschluss datiert vom 7. November 2024, die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung lief im Frühjahr 2025. Bis zum Satzungsbeschluss und zum ersten Bezug vergehen Jahre; die städtische Vorausberechnung setzt den Erstbezug ab 2030 an. Was das für den Verkaufszeitpunkt bedeutet, haben wir auf der Seite zu Raderberg ausführlich aufgeschrieben — dort liegt der Schwerpunkt des Projekts.
Für vermietete Wohnungen und für Kapitalanleger entscheidet nicht der Kaufpreis allein, sondern sein Verhältnis zur Miete. Die Stadt Köln hat für 2025 insgesamt 12.205 Mietangebote ausgewertet; der Median liegt bei 14,70 Euro je Quadratmeter nettokalt.
24,8
Jahresmieten kostet eine Zollstocker Wohnung
4.368 € Kaufpreis je m² geteilt durch 176,40 € Jahresmiete
4,04 %
Bruttomietrendite
über dem Kölner Mittel von 3,80 %
Zollstock liegt damit über dem Kölner Durchschnitt — der Kaufpreis ist im Verhältnis zur erzielbaren Miete moderat. Das macht den Stadtteil für Kapitalanleger interessant und erklärt, warum vermietete Wohnungen hier gut verkäuflich sind, sofern Mietvertrag, Abrechnungen und Zustand vollständig dokumentiert sind.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist das eine Bruttorendite: Kaufnebenkosten von rund zehn Prozent, nicht umlagefähige Bewirtschaftungskosten und Instandhaltung gehen davon ab — realistisch bleiben zwei bis drei Prozent vor Steuern. Zweitens ist der Kölner Median eine Angebotsmiete. Was in einem laufenden Mietverhältnis tatsächlich gezahlt wird, liegt regelmäßig darunter, weil Kappungsgrenzen Erhöhungen bei Bestandsmietern begrenzen. Für den Verkauf einer vermieteten Wohnung zählt die Miete, die fließt — nicht die, die das Portal anzeigt.
Am Höninger Weg stehen Häuser aus der Zeit um 1900, dazu prägt Zollstock der genossenschaftliche Siedlungsbau der 1920er und 1950er Jahre, teils nach Entwürfen von Wilhelm Riphahn. Ein Quartier heißt bis heute umgangssprachlich Schutzmannshausen, nach seinen ersten Bewohnern.
Bei solchen Gebäuden lohnt eine Frage, die beim Verkauf regelmäßig übersehen wird: Steht das Objekt unter Denkmalschutz? Alt allein heißt nicht denkmalgeschützt — entscheidend ist die Eintragung in die Denkmalliste, und geschützt sind oft nur bestimmte Bauteile wie Fassade, Fenster oder Dach.
Für den Verkauf ist das in beide Richtungen wichtig. Einerseits brauchen Arbeiten an geschützten Teilen eine Abstimmung mit der Denkmalbehörde. Andererseits eröffnet der Denkmalstatus Käufern steuerliche Möglichkeiten, die es sonst nicht gibt — und die aus einem vermeintlichen Nachteil ein Verkaufsargument machen.
8 × 9 % + 4 × 7 %
Begünstigte und behördlich bescheinigte Sanierungskosten können über zwölf Jahre abgeschrieben werden — in Summe bis zu 100 Prozent der begünstigten Aufwendungen.
10 × 9 %
Bei Eigennutzung können begünstigte Aufwendungen über zehn Jahre als Sonderausgaben berücksichtigt werden, insgesamt bis zu 90 Prozent.
Nur die Sanierung
Die Prozentsätze beziehen sich nicht auf den Kaufpreis, sondern ausschließlich auf die bescheinigten Sanierungs- und Herstellungskosten. Wer das verwechselt, rechnet sich reich.
Zwei Dinge gehören dazu, damit daraus kein Luftschloss wird: Maßnahmen müssen vor Beginn mit der Denkmalbehörde abgestimmt und anschließend bescheinigt werden — nachträglich geht es nicht. Und die steuerliche Bewertung im Einzelfall gehört zum Steuerberater, nicht zum Makler. Wir sorgen dafür, dass der Denkmalstatus im Exposé überhaupt vorkommt, mit Chancen und Pflichten. Erstaunlich oft steht er nirgends.
BORIS NRW veröffentlicht die amtlichen Bodenrichtwerte seit 2011, aber immer nur als Momentaufnahme eines Jahres. Wir haben sechzehn Jahrgänge nebeneinandergelegt und die Zollstocker Wohnbauzonen durch die Zeit verfolgt.
Mittelwert der Wohnbauzonen des Stadtteils, eigene Auswertung der BORIS-NRW-Jahrgänge 2011 bis 2026. Bodenrichtwerte gelten zum Stichtag 1. Januar und bilden das jeweils abgelaufene Jahr ab — der Wert für 2026 beschreibt den Markt 2025.
Beim Zusammenführen der Jahrgänge ist uns in Zollstock etwas aufgefallen, das zeigt, wie leicht man sich bei solchen Vergleichen selbst täuscht. Eine Fläche am Höninger Weg wurde bis 2024 als Teil der Wohnzone Irmgardstraße geführt, mit zuletzt 1.060 € je m². Im Jahrgang 2025 taucht sie als eigene Zone auf — als Gewerbegebiet mit 205 €.
Wer nur die Zahlen nebeneinanderlegt, liest daraus einen Wertverlust von achtzig Prozent. Tatsächlich ist überhaupt nichts eingebrochen: Die Zone wurde neu zugeschnitten und anders eingestuft. Deshalb vergleichen wir Zonen über ihre Lage und nicht über ihre Nummer, und deshalb steht in der Kurve oben nur, was durchgängig Wohnbauland war.
Für Sie als Eigentümer heißt das: Wenn Ihnen jemand einen Bodenrichtwert von vor drei Jahren vorlegt, lohnt die Rückfrage, ob es dieselbe Zone mit derselben Nutzung ist.
Fotos über Wikimedia Commons, zugeschnitten und verkleinert. Kopfbild: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0 · Vorgebirgspark: Willy Horsch, CC BY 2.5 · Höninger Weg: Horsch, Willy - HOWI, CC BY 3.0 · Melanchthonkirche: Cmcmcm1, CC BY-SA 4.0.
Keiner allein. Die belastbarste Zahl ist der amtliche Wert des Gutachterausschusses mit 4.368 € je m², weil er auf 114 beurkundeten Kaufverträgen beruht und nicht auf Wunschpreisen. Er beschreibt aber den Durchschnitt aller verkauften Wohnungen — nicht Ihre. Etage, Grundriss, Balkon, Zustand, Hausgeld und die konkrete Straße können davon deutlich nach oben und unten abweichen.
Wir haben Objekte schon nach der ersten Besichtigung vermittelt und waren binnen eines Monats beim Notar. Planen sollte man das nicht: Realistisch sind drei bis sechs Monate, weil Finanzierung, Auszug, Einzug und Unterlagen zusammenpassen müssen. Wer zur Miete wohnt, hat drei Monate Kündigungsfrist — auch das bestimmt den Zeitplan mit.
Nicht zwangsläufig. Bevor der Preis fällt, sollte geprüft werden, ob überhaupt der Preis das Problem ist. Häufig liegt es an der Ansprache: falsche Käufergruppe, schwache Bilder, ein Exposé, das die Stärken nicht sichtbar macht. Je länger dasselbe Angebot online steht, desto eher fragen Interessenten, warum es noch da ist — und desto größer wird der Spielraum, den sie sich beim Verhandeln nehmen.
Bei einem Angebotspreis von 500.000 € sind zehn Prozent Nachlass 50.000 €, zwanzig Prozent sind 100.000 €. Das übersteigt die Provision um ein Vielfaches. Kapitalanleger verhandeln zahlenorientiert und nutzen jede unbeantwortete Frage als Argument. Deshalb ist die entscheidende Vorbereitung nicht der Preis, sondern seine Begründung.
Häufig ja. Leere Räume kann kaum jemand einschätzen; möbliert dargestellt wird aus einer Fläche ein Wohnzimmer. Wichtig ist, dass solche Bilder klar als virtuell eingerichtet gekennzeichnet sind — sonst ist die Enttäuschung bei der Besichtigung größer als der gewonnene Klick.
Das ist der Normalfall, kein Hindernis. Bei einer Eigentumswohnung fehlen häufig Teilungserklärung, Protokolle oder Angaben zur Instandhaltungsrücklage; bei älteren Häusern Bauzeichnungen zu Anbauten. Wir prüfen zu Beginn, was da ist, und beschaffen den Rest. Auffallen würde es ohnehin — spätestens, wenn die Bank des Käufers prüft.
Weitere Antworten in den häufigen Fragen. Was dort fehlt, beantworten wir gern persönlich: Kontakt aufnehmen.
Auch tätig im Kölner Süden und Umgebung:
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